Verein für interreligiöse Bildung und Zusammenarbeit

Schlagwort: Schrift

Reformationstag

Und nachdem ich mich schon zu „Halloween“ geäußert habe – noch das „Heidnische Wort zum Tage“:

Reformationstag

Das Wort Reformation bedeutet wörtlich „Rückbildung zur ursprünglichen Form“. Es bezeichnet also nicht nur eine Veränderung, sondern eine bewusste Rückbesinnung auf den Ursprung, auf das, was als „authentisch“ oder „wesentlich“ verstanden wird. Auch der moderne Paganismus, ebenso wie viele andere religiöse Bewegungen, trägt dieses Streben in sich: die Suche nach Wurzeln, die Wiederentdeckung vergessener Quellen und Rituale, und die kritische Auseinandersetzung mit späteren Dogmen. Jede Religion, die lebendig bleiben will, braucht solche Phasen der Selbstprüfung und Erneuerung.

Allerdings ist der Begriff „Reformation“ nicht ohne Schattenseiten. Die protestantische Bewegung, die sich mit Martin Luther verbindet, veränderte Europa tiefgreifend – und nicht immer nur zum Guten. Das lutherische Prinzip sola scriptura („allein durch die Schrift“) hat das religiöse Denken der Neuzeit stark geprägt. Es stärkte die Vorstellung, dass „wahre Religion“ immer schriftlich belegt und an einen heiligen Text gebunden sein müsse. Damit wurden viele mündliche, naturbezogene oder rituelle Traditionen abgewertet – eine Entwicklung, unter der bis heute polytheistische, indigene oder pagane Religionen leiden.

Martin Luther – Licht und Schatten

Martin Luthers Lebenswerk war von großer Widersprüchlichkeit geprägt. Auf der einen Seite stand seine bahnbrechende Tat, die Bibel in eine allgemein verständliche Sprache zu übersetzen. Damit schuf er erstmals für breite Bevölkerungsschichten die Möglichkeit, die Quellen ihrer Religion selbst zu lesen, zu verstehen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Dieser Gedanke – religiöse Mündigkeit und Freiheit des Gewissens – wirkt bis heute fort.

Auf der anderen Seite jedoch finden sich in Luthers späten Schriften Aussagen von erschütternder Härte und Hass, insbesondere gegenüber Juden und Frauen, die man der Hexerei beschuldigte. Seine Schriften Von den Juden und ihren Lügen (1543) und seine Tischreden belegen, dass er zur Verfolgung aufrief und Gewalt mit religiösem Eifer rechtfertigte.

Antisemitismus

In seiner Schrift Von den Juden und ihren Lügen schreibt Luther:

„Erstlich, daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe, daß kein Mensch einen Stein oder eine Schlacke davon sehe ewiglich.“

In moderner Übertragung:

„Zuerst sollte man ihre Synagogen oder Schulen anzünden und, was nicht verbrennt, mit Erde überdecken, damit niemand mehr einen Stein davon sehe – auf ewig.“

Weiter heißt es:

„Man soll ihnen ihre Häuser auch zerbrechen und zerstören. […] Man soll ihnen nehmen all ihre Betbüchlein und Talmude, darin solch Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehrt wird.“

Übersetzt:

„Ihre Häuser soll man zerstören. […] Man soll ihnen alle ihre Gebetbücher und Schriften nehmen, in denen sie Götzendienst, Lügen, Fluch und Lästerung lehren.“

Diese Worte sind keine Randbemerkungen, sondern Kernstellen seiner späten Schriften. Sie begründeten eine religiöse Feindschaft, die weit über Luthers Zeit hinaus wirkte und in der europäischen Geschichte unheilvolle Spuren hinterließ.

Haltung zu Hexen

Auch gegenüber Frauen, die man der Hexerei bezichtigte, äußerte sich Luther mit erschreckender Grausamkeit. In seinen Tischreden (1538) sagte er:

„Die Hexen sollen getötet werden, denn sie schaden, so viel sie können.“

In heutiger Sprache:

„Hexen soll man töten, denn sie richten Schaden an, wo immer sie können.“

An anderer Stelle bemerkte er:

„Ich wollte keine Gnade für sie haben; ich wollte sie alle verbrennen.“

Moderne Fassung:

„Ich hätte kein Mitleid mit ihnen – ich würde sie alle verbrennen.“

Diese Haltung war keine Einzelfallmeinung. In vielen protestantischen Territorien stieg in der Folge die Zahl der Hexenprozesse drastisch an. Während die katholische Kirche ab Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend zurückhaltender wurde, brannten in protestantischen Gebieten wie Württemberg, Hessen, der Pfalz oder Teilen der Schweiz die Scheiterhaufen oft noch heftiger. Historiker weisen darauf hin, dass die Vorstellung einer „reinen Gemeinde“ unter dem direkten Wort der Schrift auch zur schärferen Ausgrenzung des „Anderen“ führte – seien es Juden, Hexen oder Andersgläubige.

Reformation als Spiegel unserer Zeit

Die Auseinandersetzung mit Luther ist daher nicht nur ein historisches, sondern auch ein gesellschaftliches Anliegen. Reformation bedeutete im 16. Jahrhundert Befreiung und Bildung, aber auch Fanatismus und Verfolgung. Sie zeigt, dass religiöse Erneuerung immer ambivalent ist: Sie kann zur Öffnung führen – oder zur Abgrenzung.

Gerade Heiden, moderne Pagane und spirituelle Menschen außerhalb der großen Buchreligionen sollten sich mit diesem Erbe kritisch befassen. Denn das lutherische Erbe wirkt bis heute fort in der Vorstellung, dass Religion nur „echt“ sei, wenn sie ein Buch, ein Dogma, eine feste Lehre besitzt. Eine wahrhaft zeitgemäße Reformation aber müsste heute das Gegenteil bewirken: Sie müsste die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen anerkennen – schriftlich wie mündlich, naturverbunden wie rational, weiblich wie männlich – und sie auf das gemeinsame Ziel hin befragen: auf das Bewusstsein des Heiligen in der Welt.

So verstanden wäre Reformation nicht länger eine Rückkehr zu alten Dogmen, sondern eine fortwährende Bewegung der Selbsterkenntnis. Eine Erinnerung daran, dass jede Religion – ob christlich, heidnisch oder säkular – sich immer wieder selbst prüfen, wandeln und erneuern muss, um wahrhaft lebendig zu bleiben.

Fraktur und Runen – ein Mythos der „eckig-kantigen“ Schrift

Immer wieder wird – besonders in rechten Milieus – behauptet, die Fraktur sei die „eigentliche germanische Schrift“, eine Fortsetzung der Runen, erkennbar an den „eckig-kantigen“ Formen der Buchstaben. Ein Blick in die Schriftgeschichte zeigt jedoch: Diese Behauptung ist ein ideologisch motivierter Mythos.

Runen – eine praktische Ritzschrift

Die Runen traten im 2. Jahrhundert n. Chr. im germanischen Kulturraum auf. Sie sind als Zeichen wahrscheinlich erheblich älter, sogar sehr erheblich. Sie waren ein Alphabet, das aus dem Kontakt mit lateinischen und etruskischen Vorbildern hervorging – eine These. Über Runen und deren Ursprung gibt es irgendwann einen eigenen Artikel. Das ist ziemlich komplex…. und keineswegs klar.

Charakteristisch sind die geraden Linien: Sie waren eine praktische Anpassung an das Material. Runen wurden überwiegend in Holz, Stein und Metall geritzt, weshalb runde Formen schwer umsetzbar waren. Das kantige Erscheinungsbild ist also technisch bedingt, nicht Ausdruck eines „Volksgeistes“.

Fraktur – eine Mode der Frühen Neuzeit

Die Fraktur entstand um 1517 aus der Weiterentwicklung der gotischen Textura und der runderen Schwabacher. Sie wurde zunächst in höfischen Drucken genutzt, setzte sich aber bald als wichtigste Druckschrift des deutschsprachigen Raums durch.

Ihr gebrochenes, kantiges Erscheinungsbild resultiert aus der Schreibtechnik mit der Breitfeder: Schräge Federhaltung und rechtwinklige Strichführung führten zu gebrochenen Formen – ein Effekt der Kalligraphie, nicht der Abstammung von Runen.

Keine Linie von Runen zu Fraktur

Zwischen Runen (antikes Alphabet) und Fraktur (neuzeitliche Druckschrift) liegen rund 1300 Jahre. Es gibt keine direkte Entwicklungslinie. Runen verschwanden im Mittelalter aus dem Alltagsgebrauch, während die Fraktur aus der lateinischen Schriftkultur hervorging. Beide Systeme haben verschiedene Ursprünge, Funktionen und Kontexte.

Rechte Mythisierung der „eckigen Schrift“

Nationalistische und rechtsextreme Kreise versuchten seit dem 19. Jahrhundert, eine Verbindung zwischen Runen und Fraktur zu konstruieren:

Eckige Buchstaben galten als „urdeutsch“ und Ausdruck von „Härte“ und „Kraft“.

Runde Antiqua-Buchstaben wurden als „romanisch“ oder „undeutsch“ abgewertet.

Im Nationalsozialismus wurde Fraktur anfangs als „deutsche Schrift“ verherrlicht, bis sie 1941 als „Schwabacher Judenlettern“ verboten wurde – ein Widerspruch, der den ideologischen Charakter solcher Zuschreibungen entlarvt.

Quellenlage

  • Albert Kapr: Fraktur. Form und Geschichte der gebrochenen Schriften, Leipzig 1993.
  • Henning Krause: Die Schrift der Deutschen. Eine Kulturgeschichte der gebrochenen Typen, Berlin 1993.
  • Friedrich Friedlein: Deutsche Schrift – Geschichte und Probleme einer typographischen Tradition, München 1982.

Fazit

Die „rechte These“ von den „eckig-kantigen“ Buchstaben, die Runen und Fraktur in eine Linie stellt, ist ein Konstrukt nationalistischer Ideologien. Historisch betrachtet haben Runen und Fraktur nichts miteinander zu tun. Die eckige Form der Runen entstand aus technischen Gründen, die der Fraktur aus kalligrafischen. Die Behauptung einer „urdeutschen“ Schrifttradition entlarvt sich damit als politischer Mythos, nicht als wissenschaftliche Tatsache.

Orale Kulturen vs. Schriftkulturen – Was ist verlässlicher?

Wenn wir heute an „verlässliche Überlieferung“ denken, greifen wir instinktiv zur Schrift. Texte scheinen festzuhalten, was einmal aufgeschrieben wurde. Doch die Kulturwissenschaft zeigt: Auch mündliche Traditionen können erstaunlich stabil und originalgetreu über Jahrhunderte weitergegeben werden.

Mündliche Überlieferung – stabiler als gedacht

Orale Kulturen bewahren ihr Wissen durch Erzählungen, Lieder und Rituale. Studien, etwa zur Entstehung von Epen wie der Ilias oder dem Mahabharata, haben gezeigt: Mündliche Dichtung folgt festen Formeln und wiederkehrenden Strukturen. Diese Techniken sichern nicht nur den Rhythmus, sondern auch den Inhalt (Parry 1971; Lord 1960).

Hinzu kommt die soziale Dimension: In Gemeinschaften wird Abweichung sofort bemerkt und korrigiert. Rituale, Feste und gemeinsame Rezitationen verstärken die Stabilität. Beispiele aus der Gegenwart – afrikanische Griots oder die „Songlines“ der australischen Aborigines – belegen, dass Geschichten, Lieder und Orientierungssysteme über Generationen hinweg detailgetreu weitergegeben werden können (Finnegan 1992; Kelly 2015).

Schriftliche Überlieferung – fixiert, aber veränderlich

Schrift schafft einen anderen Zugang: Sie fixiert einen Text auf einem materiellen Träger. Damit wird eine „Momentaufnahme“ gesichert, die über Jahrhunderte Bestand haben kann. Doch auch hier lauern Gefahren:

  • Abschreibfehler beim Kopieren von Manuskripten
  • Variantenbildung durch parallele Überlieferungslinien
  • Übersetzungen, die immer auch Interpretationen sind
  • Bewusste Anpassungen an neue theologische oder politische Kontexte

Die Textgeschichte der Bibel oder antiker Autoren zeigt, dass kaum ein Werk ohne Varianten überliefert ist (Epp & Fee 1993; Parker 2008). Was auf den ersten Blick festgeschrieben wirkt, ist in der Praxis also oft ein Flickenteppich von Versionen.

Keine Kulturform ist per se „zuverlässiger“

Die Forschung zeigt: Orale Überlieferungen sind keineswegs ungenauer als schriftliche. Im Gegenteil – solange der soziale und rituelle Rahmen intakt bleibt, können mündliche Traditionen erstaunlich treu und stabil bleiben. Schriftliche Kulturen sichern einzelne Fassungen, bringen aber über lange Zeiträume oft eine Vielzahl von Varianten hervor.

Am stabilsten sind Überlieferungen dort, wo beide Formen zusammenspielen: Texte, die rezitiert und in Ritualen lebendig gehalten werden, und Traditionen, die zugleich schriftlich dokumentiert sind.

Verlässlichkeit ist weniger eine Frage von „Schrift oder Mündlichkeit“, sondern hängt vom kulturellen und sozialen Rahmen ab, der die Überlieferung trägt.

Quellen (Auswahl)

  • Finnegan, Ruth (1992): Oral Traditions and the Verbal Arts. London: Routledge.
  • Kelly, Lynne (2015): Knowledge and Power in Prehistoric Societies: Orality, Memory and the Transmission of Culture. Cambridge: Cambridge University Press.
  • Lord, Albert B. (1960): The Singer of Tales. Cambridge, MA: Harvard University Press.
  • Parry, Milman (1971): The Making of Homeric Verse: The Collected Papers of Milman Parry. Oxford: Clarendon Press.
  • Assmann, Jan (1992): Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München: Beck.
  • Epp, Eldon J.; Fee, Gordon D. (1993): Studies in the Theory and Method of New Testament Textual Criticism. Grand Rapids: Eerdmans.
  • Parker, David C. (2008): An Introduction to the New Testament Manuscripts and their Texts. Cambridge: Cambridge University Press.

Texte oder Funde? Warum moderne Heiden so oft auf alte Schriften blicken

Wer sich mit modernem Heidentum beschäftigt, stößt schnell auf Zitate antiker Autoren: Tacitus, Cäsar oder die Edda gehören zum festen Repertoire. Doch warum spielt Schriftliches eine so große Rolle – und warum geraten archäologische Funde, die ja oft direkter aus der heidnischen Vergangenheit stammen, dabei in den Hintergrund?

Die Autorität der Schrift

Im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert, als sich die ersten Strömungen des modernen Heidentums herausbildeten, waren die Maßstäbe von Wissenschaft und Religion stark textzentriert. Geschichtsschreibung, Theologie und Religionswissenschaft bauten auf Dokumenten, Chroniken und Überlieferungen auf. Wer über Religion sprechen wollte, brauchte Texte.

Das Christentum, Judentum und der Islam konnten auf „heilige Bücher“ verweisen. Heidnische Traditionen dagegen galten als „schriftlos“ – und damit als unbewiesen oder unzivilisiert. Um sich in diesem Diskurs behaupten zu können, griffen moderne Heiden zu dem, was verfügbar war: den Texten von Außenstehenden, die über das Heidentum berichteten. Tacitus’ Germania oder Snorris Edda wurden so zu zentralen Referenzen.

Archäologie: die schwierige Schwester

Natürlich gab es auch Funde: Kultplätze, Grabbeigaben, Mooropfer. Doch diese archäologischen Zeugnisse ließen sich lange Zeit nur schwer eindeutig deuten. Was ist ein Heiligtum, was ein profaner Platz? Welche Objekte sind rituell, welche schlicht alltäglich?

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fehlte eine ausgefeilte Methodik, um Religion aus Funden zu rekonstruieren. Texte wirkten klarer, „verlässlicher“ – auch wenn sie oft christlich oder römisch gefärbt waren. Erst die moderne Religionsarchäologie hat gezeigt, wie sehr Artefakte, Landschaften und Opferstätten zur Rekonstruktion heidnischer Praxis beitragen.

Auseinandersetzung mit Buchreligionen

Die Orientierung am Schriftlichen hängt eng mit der Auseinandersetzung mit Buchreligionen zusammen. Moderne Heiden standen unter dem Vorwurf, ihr Glaube sei „quellenlos“ oder „erfunden“. Der Rückgriff auf Tacitus und andere Autoren war deshalb mehr als bloßes Interesse an Geschichte: Er war eine Legitimationsstrategie.

„Wir haben Texte – also haben wir Tradition“, lautete die Botschaft.

Heute: Texte und Funde

Inzwischen hat sich die Lage gewandelt. Religionsarchäologen wie Neil Price (Children of Ash and Elm, 2020) oder Rudolf Simek (Religion und Mythologie der Germanen, 2014) betonen, dass die materiellen Spuren ein viel komplexeres, oft widersprüchliches Bild ergeben als die alten Texte. Und Religionswissenschaftler wie Ronald Hutton (The Triumph of the Moon, 1999) oder Michael Strmiska (Modern Paganism in World Cultures, 2005) zeigen, dass moderne Heiden heute beides tun: sie beziehen sich weiterhin auf Texte, öffnen sich aber immer stärker auch für archäologische Deutungen.

Fazit

Ja – es lässt sich wissenschaftlich belegen, dass die starke Orientierung moderner Heiden an Schriftquellen mit dem Wettstreit um Autorität im Vergleich zu Buchreligionen zusammenhängt. Texte boten scheinbare Sicherheit und Reputation. Archäologische Funde rückten erst später ins Zentrum, als die Methoden ihrer Interpretation gereift waren.

Die Zukunft dürfte in einer Balance liegen: Texte und Funde ergänzen einander. Beide zusammen eröffnen ein reiches Panorama des alten Glaubens – und damit auch neue Inspiration für modernes Heidentum.

Literaturhinweise:

  • Hutton, Ronald (1999): The Triumph of the Moon. Oxford.
  • Strmiska, Michael (Hg.) (2005): Modern Paganism in World Cultures. Santa Barbara.
  • Simek, Rudolf (2014): Religion und Mythologie der Germanen. Darmstadt.
  • Price, Neil (2020): Children of Ash and Elm. New York.
  • Ellis Davidson, Hilda (1990): Gods and Myths of Northern Europe. London.