Pantheon Berlin e.V.

Verein für interreligiöse Bildung und Zusammenarbeit

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Hatten die Germanen wirklich keine Tempel?

Ein Blick auf Tacitus, Kelten und Slawen

Diese Frage wurde mir im vergangenen Jahr von einem Besucher unserer Veranstaltung gestellt.

Hier nun eine etwas ausführlichere Antwort:

Wenn wir heute über die Religionen der Germanen, Kelten oder Slawen nachdenken, begegnet uns oft eine berühmte Stelle bei Tacitus. In seiner Germania (Kapitel 9), verfasst um das Jahr 98 n. Chr., schreibt er, die Germanen hätten keine Tempel gehabt. Für sie sei es unvorstellbar gewesen, die Götter in Mauern einzuschließen. Verehrt hätten sie stattdessen in heiligen Hainen.

Diese Formulierung hat Jahrhunderte lang das Bild geprägt: die Germanen als naturverbundenes Volk ohne feste Kultstätten. Doch was stimmt daran?

Tacitus und seine Perspektive

Tacitus war Römer – und kein Augenzeuge. Er wollte seinen Lesern ein Gegenbild zur eigenen, „dekadenten“ Zivilisation vor Augen führen. Die Germanen erscheinen bei ihm als schlicht, rein und naturverbunden. Historisch ist das Bild jedoch verkürzt.

Archäologische Funde wie der Kultbau von Uppåkra in Südschweden oder Gudme in Dänemark zeigen eindeutig, dass germanische Gemeinschaften Kultgebäude besaßen. Sie waren aus Holz gebaut, nicht aus Stein, und darum weniger dauerhaft. Auch schriftliche Quellen späterer Zeit – etwa Adam von Bremen, der im 11. Jahrhundert den prächtigen Tempel von Uppsala beschreibt – bestätigen, dass es germanische Heiligtümer gab.

Wie war es bei den Kelten?

Auch die Kelten kannten beides:

Naturheiligtümer, etwa Haine oder Quellen, die in antiken Texten immer wieder erwähnt werden.

Kultbauten, die archäologisch belegt sind. Viereckschanzen in Süddeutschland oder Tempelanlagen in Frankreich (Gournay-sur-Aronde, Ribemont-sur-Ancre) zeigen, dass es feste Strukturen für Opfer und Rituale gab.

Die römischen Autoren betonten zwar gern die „wilden Haine“ der Druiden – doch die Funde beweisen, dass die keltische Religion auch architektonisch gefasst war.

Und die slawischen Stämme?

Bei den slawischen Völkern ist die Quellenlage noch deutlicher:

Chronisten wie Thietmar von Merseburg (um 1018) oder Saxo Grammaticus (um 1200) schildern hölzerne Tempel mit Statuen, Altären und Priestern. Besonders berühmt ist der Tempel des Svantevit auf Arkona (Rügen) oder der Kultort von Rethra.

Archäologische Befunde – etwa Brandspuren, Pfostenstellungen und Götteridole – bestätigen diese Berichte. Die slawische Religion war also fest mit Tempelbauten verbunden.

Fazit: Mehr als nur heilige Haine

Tacitus’ Aussage über die Germanen war weniger eine nüchterne Beobachtung als vielmehr ein literarisches Stilmittel. Germanen, Kelten und Slawen hatten sehr wohl Tempel – allerdings meist aus Holz, was ihre Spuren schwer fassbar macht.

Allen gemeinsam war ein Nebeneinander von Natur- und Bauheiligtümern:

  • Haine, Quellen und Berge als heilige Orte,
  • daneben aber auch architektonische Strukturen für Rituale und Götterverehrung.

Die Vorstellung einer rein „naturreligiösen“ Praxis greift also zu kurz. Stattdessen zeigt sich ein vielschichtiges Bild: Natur und Architektur ergänzten sich im Kult dieser vorchristlichen Religionen.

Ambiguitätstoleranz im Paganismus: Mythen, Rituale und die Kunst, Widersprüche zu feiern

1. Einleitung: Ambiguität als menschliche Grunderfahrung

Ambiguität – also Mehrdeutigkeit, Spannungsfelder und Widersprüche – prägt das menschliche Leben. In interkulturellen und interreligiösen Kontexten ist die Fähigkeit, Ambiguität zu tolerieren, von entscheidender Bedeutung. Sie verhindert, dass Differenzen in Feindschaft umschlagen, und ermöglicht einen offenen Dialog.

Der Paganismus zeigt in besonderer Weise, wie Ambiguität nicht nur ertragen, sondern schöpferisch gelebt werden kann. Er verbindet ambivalente Gottheiten, zyklisches Denken und eine rituelle Praxis, die Wandel und Gegensätze nicht auflöst, sondern integriert.

2. Ambivalente Gottheiten – Spiegel des Lebens

Polytheistische Religionen kennen keine eindimensionalen Götterfiguren. Die Gottheiten sind komplex, voller Spannungen – und gerade darin nah am Menschen.

Odin (nordisch): Der „Allvater“ opfert sein Auge, um Wissen zu erlangen, hängt sich selbst neun Nächte an den Weltenbaum Yggdrasil, um die Runen zu empfangen (Völuspá, Poetische Edda). Er ist ein Suchender und Weiser – zugleich aber auch Kriegsgott und Listenreicher, der Unheil bringt. In ihm verbinden sich Licht und Dunkel.

  • Freya (nordisch): Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit, aber ebenso Herrin über die Toten, die nach Walhall zur Hälfte in ihr Reich, Fólkvangr, einziehen. Sanft und tödlich, sinnlich und schrecklich.
  • Persephone (griechisch): Tochter der Demeter, im Mythos geraubt von Hades. Sie wird zur Königin der Unterwelt, kehrt aber jedes Jahr an die Oberfläche zurück. In ihr vereinen sich Frühling und Tod, Blüte und Dunkelheit.
  • Cernunnos (keltisch): Gehörnter Gott, Symbol von Fruchtbarkeit und Wildnis, zugleich Herr der Tiere und Grenzgänger zur Unterwelt.

Diese Mythen zeigen, dass Widersprüche nicht ausgeschlossen, sondern zum Wesen des Göttlichen gehören. Ambiguitätstoleranz bedeutet hier: Die Fülle der Existenz anzunehmen, ohne sie auf eine Dimension zu reduzieren.

3. Zyklisches Denken: Zeit als Kreis, nicht als Linie

In paganen Weltbildern ist Zeit nicht linear und zielgerichtet, sondern zyklisch. Werden und Vergehen, Licht und Dunkel sind Teil eines ewigen Kreislaufs.

Rituale wie das Entzünden von Feuern, das Kreisen um den Maibaum oder das Teilen von Opfergaben zeigen den Menschen als Teil dieser Zyklen. Ambiguitätstoleranz wird hier körperlich erfahrbar: Leben bedeutet immer auch Tod, Aufstieg bedeutet Niedergang, und jeder Beginn trägt das Ende schon in sich.

4. Ambiguität und interkulturelle Offenheit

Polytheismus fördert eine Haltung der Anerkennung. Wo viele Gottheiten nebeneinander existieren, ist es leicht, auch fremde Götter als Teil des Kosmos zu akzeptieren.

Interpretatio Romana: Römer setzten fremde Götter ihren eigenen gleich (z. B. Isis = Demeter, Taranis = Jupiter). Das war nicht Abwertung, sondern Integration – Ausdruck der Überzeugung, dass das Göttliche vielfältig erscheint.

Synkretismus im Mittelmeerraum: Hellenistische Kulte verbanden Elemente griechischer, ägyptischer und orientalischer Religionen, ohne Widerspruch zu empfinden.

Diese Offenheit wurzelt in der Ambiguitätstoleranz des Paganismus: Wahrheit wird nicht exklusiv beansprucht, sondern plural gedacht.

5. Philosophische Reflexion: Ambiguität als Ressource

In philosophischen Begriffen lässt sich sagen: Paganismus praktiziert eine pluralistische Ontologie. Das Göttliche ist nicht „eines“, sondern „viele“. Dadurch entsteht ein Raum, in dem Differenz nicht überwunden werden muss, sondern produktiv bleibt.

Ambiguitätstoleranz bedeutet dann nicht, den Widerspruch „wegzuerklären“, sondern ihn anzuerkennen. In paganer Perspektive ist Wahrheit kein fester Endpunkt, sondern ein offener Prozess – sichtbar in Zyklen, Mythen und Ritualen.

6. Schluss: Feiern statt erdulden

Ambiguitätstoleranz im Paganismus ist keine passive Duldsamkeit, sondern eine aktive Lebenshaltung.

  • Götter verkörpern Spannungen.
  • Rituale inszenieren Gegensätze.
  • Zeit wird zyklisch gedacht, nicht linear.
  • Polytheismus öffnet den Blick für andere Traditionen.

Der Paganismus lehrt: Widersprüche sind nicht Mangel, sondern Quelle von Schönheit, Weisheit und Gemeinschaft. In einer pluralistischen Welt kann diese Haltung ein Modell für interkulturelles und interreligiöses Miteinander sein.

Einblick erfordert oft erst eine Entscheidung

Die Geschichte von Odins Opferung seines Auges stammt aus der nordischen Mythologie und ist vor allem in der „Völuspá“ und der „Gylfaginning“ (Teil der Snorra-Edda) überliefert.

Der Hintergrund

Odin, der oberste Gott der Asen, war stets auf der Suche nach mehr Wissen und Weisheit. Er wollte die Geheimnisse der Welt, der Schöpfung und des Schicksals kennen, insbesondere die Zusammenhänge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Im Zentrum der Welt, an der Wurzel von Yggdrasil, der Weltenesche, liegt der Mímisbrunnr („Mimirs Brunnen“). In diesem Brunnen befand sich die Quelle tiefster Weisheit. Sein Hüter war der weise Riese Mímir, der selbst von diesem Wasser trank und dadurch unermessliche Erkenntnis erlangte.

Das Opfer

Odin verlangte einen Schluck aus diesem Brunnen. Doch Mímir gestattete es nur unter einer Bedingung: Odin musste ein großes Opfer bringen. Odin willigte ein – und riss sich eines seiner Augen heraus. Dieses Auge war der Preis für den Zugang zur Quelle der Weisheit.

So trank Odin vom Wasser des Brunnens und gewann Einsicht in die verborgenen Geheimnisse des Kosmos. Sein geopfertes Auge versank in den Tiefen des Brunnens und blieb dort als Zeichen seines Schwurs.

Bedeutung

Symbol für Erkenntnis: Odins Opfer verdeutlicht, dass tiefes Wissen und Weisheit immer einen Preis haben – oft Verzicht oder Leiden.

Das Auge im Brunnen: Sein verbliebenes Auge blickt in die Welt, das geopferte aber „sieht“ in die Tiefe des Wissens. Zusammen symbolisieren sie die Fähigkeit, sowohl das Sichtbare als auch das Verborgene zu erkennen.

Kurz: Odin opferte sein Auge, weil er die Weisheit des Mímisbrunnr begehrte. Sein Ziel war nicht bloße Macht, sondern Einsicht in die verborgenen Wahrheiten des Universums und des Schicksals.

„Wir sind die mit den vielen Göttinnen und Göttern“

Dieser Spruch ziert seit Beginn der interreligiösen Arbeit die Blogseite „Paganes Leben Berlin“ , die zum Arbeitskreis gehört und ebenso einige unserer Banner und Flyer. Entstanden war der Satz auf einem unserer ersten öffentlichen Auftritte. Dialog: „Ihr seid doch Heiden?“ – „ja.“ – „Was machen denn Atheisten auf einem Religionsfest?“ und schwupp war der Satz geboren.

Nichts ist so missverständlich wie das Wort „Heiden“.

Das hat mit seiner Geschichte zu tun und ich gebe mal dazu nur einige Schlaglichter:

Viele denken, der Begriffe komme aus der Bibel und bezeichne entweder gänzlich „Ungläubige“ oder zumindest „Ungetaufte“. Wer in einer deutschen Bibel blättert hat aber z.B. das Problem, dass das gleiche deutsche Wort „Heiden“ sich in den vorchristlichen Teilen auf „alle bezieht, die nicht zum Bundesvolk Israel gehören“ und im christlichen Teil tatsächlich die polytheistischen Römer, Hellenen etc. gemeint sind. Im Frühchristentum gibt es dann den berühmten Streit, ob „Heiden“ denn überhaupt Christen werden könnten, da sie ja zuvor keine Juden waren. Bekannterweise wurde dieser Streit für diese Ansicht entschieden und noch dazu mit Missionierung verknüpft.

In den folgenden Jahrhunderten waren die „Heiden“ immer die Andersgläubigen. Für die Christen waren die Muslime lange „Heiden“. Spricht z.B. der alte Fritz über religiöse Toleranz und verspricht, er würde auch „den Heiden Tempel errichten“ meint er nicht Druiden und Asatru, sondern Muslime. Katholiken und Protestanten beschimpften sich lange Zeit gegenseitig nicht nur als Ketzer, sondern vor allem als „Heiden“. Besonders von protestantischer Seite zog man gern polemische Parallelen zu „Götzenkulten“.

Die Verknüpfung mit „Heide“ = ungetaufter Atheist ist sehr neuzeitlich, aber hat sich verbreitet.

Wo kommt das Wort her?

Es gibt verschiedene Ableitungen. Einmal tatsächlich mittelhochdeutsch „heidano“ als Übersetzung von „paganus“ (wir hatten das Wort weiter oben schon mal). Dann wäre es „zum Landvolk gehörig“. Es gibt aber auch die Ableitung von „heiðinn“ = zur heimischen Kultgemeinde gehörig.

Eher auf letzteres bezieht sich der moderne Begriff Heidentum. Er meint die in der Neuzeit wieder belebten Religionen der vorchristlichen Zeit (nicht nur in Europa). Ob davor ein „Neu-“ oder „Neo-“ gehört ist btw. umstritten und wir von vielen nicht gern gesehen. Es gibt zwar auch da interessante Systematiken, aber zumeist ist das „Neu-“ davor abwertend gemeint im Sinne von „ohne Wurzeln“, „selbst ausgedacht“, „neue Sekte“. Und prompt wird man unter „neue Religionen“ einsortiert.

Heidentum wurde als Begriff längst zurückerobert. Wie nennen wir es dann am liebsten? „Modernes Heidentum“ oder eben differenziert, da es viele Religionen sind: Druiden, Asatru, Wicca etc. Polytheisten sind auch nicht alle, aber viele.

Von daher stimmt dieser Wahlspruch noch immer.

Ach ja, für echte Polytheisten gilt: Alle Göttinnen und Götter existieren. Nicht nur die, die man selbst verehrt.

Wer das nochmal aus allerdings eindeutig christlicher Sichtweise nachlesen will, dem sei der EZW-Artikel zu Heidentum empfohlen:

https://www.ezw-berlin.de/publikationen/lexikon/heidentum

Der edle Wilde zwischen Tacitus und Karl May – Ein Vergleich

Die Figur des „edlen Wilden“ durchzieht seit der Antike die europäische Literatur – als romantisierte Projektionsfläche einer als „natürlich“, moralisch integer und zugleich gefährlich-exotisch empfundenen Gegenwelt zur eigenen Zivilisation. In ganz unterschiedlichen historischen und literarischen Kontexten greifen sowohl Tacitus als auch Karl May auf dieses Bild zurück, wenn auch mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung und Wirkung.

1. Herkunft und Intention

Tacitus, der römische Senator und Historiker, verfasste im Jahr 98 n. Chr. seine ethnografische Schrift Germania, in der er die germanischen Stämme beschrieb – aus römischer Sicht. Dabei zeichnet er das Bild eines rauen, kriegerischen, aber auch sittlich intakten Volkes, dessen Tugenden wie Treue, Tapferkeit und Einfachheit der dekadenten römischen Gesellschaft gegenübergestellt werden. Das Bild des „edlen Wilden“ erscheint hier als moralischer Kontrast: Der Germane ist weniger gebildet, aber aufrichtiger – roh, aber integer.

Karl May, rund 1800 Jahre später, entwirft mit Winnetou einen literarischen Idealtypus des edlen Wilden, der nicht nur eine fremde Kultur verkörpert, sondern ein moralisches Vorbild für die moderne Welt darstellt. May romantisiert den indigenen Helden, überhöht ihn zu einer fast christlichen Lichtgestalt und kritisiert indirekt die westliche Zivilisation, indem er ihre „unzivilisierten“ Gegner als moralisch überlegen darstellt.

2. Wildheit als Spiegel der Zivilisation

Bei Tacitus ist die Darstellung der Wilden nicht bloß ethnografisch, sondern auch politisch-moralisch motiviert. Er benutzt das Bild der Germanen als Spiegel für Rom: Nicht um die Germanen zu idealisieren, sondern um die Missstände der römischen Gesellschaft zu kritisieren. Die Wildheit dient hier als mahnendes Korrektiv, nicht als Heilsversprechen.

Auch bei Karl May wird der Wilde zur Projektionsfläche – allerdings mit mehr Pathos. Die Figur des Winnetou ist kein historisch realistisches Abbild eines Apachen, sondern ein moralischer Idealtypus, der im Einklang mit der Natur lebt, gerecht und edel handelt und dem westlichen Leser als Vorbild dienen soll. Im Unterschied zu Tacitus ist die Wildheit hier nicht bloß Kontrast, sondern Ideal.

3. Ästhetik und Darstellung

Tacitus schreibt nüchtern, knapp, mit der moralischen Strenge des Historikers. Seine Germanen sind nicht unbedingt sympathisch – aber aufrichtig, stark und sittlich geordnet. Seine Sprache dient der politischen Aussage, nicht der Unterhaltung.

Karl May hingegen arbeitet mit gefühlvoller, mitunter pathetischer Sprache. Seine Darstellung ist emotional, idealisierend, fast religiös überhöht. Der Wilde bei May ist nicht nur moralisch überlegen, sondern auch ästhetisch verklärt – ein Held mit makellosem Charakter und tragischem Schicksal.

4. Funktion des „Edlen Wilden“

Bei Tacitus ist der edle Wilde ein Spiegel der Dekadenz: ein Gegenbild, das zur Selbstreflexion anregt. Bei Karl May wird er zur Leitfigur einer idealisierten Welt, zur Projektionsfläche westlicher Sehnsucht nach Reinheit, Gerechtigkeit und Natürlichkeit.

Beide Autoren bedienen sich damit desselben Musters – dem „Anderen“ als Kontrastfigur. Doch wo Tacitus den Leser zu einer politischen Analyse anregen will, liefert May eine moralisch-emotionale Identifikationsfigur. Der eine schaut kritisch auf die eigene Gesellschaft durch die Brille des Fremden, der andere sucht Trost in der idealisierten Ferne.

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